wurden erst mal die Wartungsarbeiten an unseren beiden Bremswagen durchgeführt. Das übliche durch gucken und austauschen stand auf dem Programm. Hier und da ein neues Lager oder eine neue Welle, Schweißarbeiten oder auch mal Dichtringe oder Ventile. Man hatte aber ja auch in den letzten beiden Jahren ordentlich verstärkt und auch erst so ziemlich alles neu gemacht was so verbaut ist. Von daher muss doch der Druck irgendwie erhöht werdern…kein Stress im Winter in der Werkstatt…das geht in Edewecht nicht. Und wie heißt es doch so schön „An jedem Gerücht ist immer ein kleines bisschen Wahrheit!“

Und ja es war soweit, die Bauarbeiten am 6. Bremswagen aus Edewecht begannen schon gleich am Ende der Saison. Die Wartungsarbeiten an den anderen Bremswagen wurden da schon paralell druchgeführt. Die weiter gesammelten Teile wurden nicht mehr groß eingelagert und warteten schon mehr oder weniger an ihrem Bestimmungsort. Längst wurde über die gesammte Saison fleißig gezeichnet, diskutiert und konstruiert. Auch wurden andere Bremswagen einmal mehr beäugt.

Sein Name war auch schon klar. Das Team wurde sich ganz schnell einig und man blieb sich seiner Linie treu. Red Shadow TE ( Third Edition ) wurde auf den Stapel gelegt. Das große Ziel war es mit möglichst wenig Eigengewicht den größtmöglichen Bremseffekt zu erreichen, gar nicht so einfach! Aber das nicht so einfache fand man schon immer gut. Lieben die Fahrer doch einen leichten Bremswagen am Start um schnell zu beschleunigen und um dann ab ca. Hälfte der Strecke langsam und konstant abgebremst zu werden. Das war bei den beiden Vorgängern gelungen, dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen an das Team.

Die größte wurde aber eine andere. Ziel war es den Bremswagen in Zukunft ohne Tieflader zu transportieren. Hieß also als „Sattelauflieger“ am Lkw angehängt. Nach vielen Gesprächen, Papierkram und Treffen mit der TÜV-Nord Niederlassung in Oldenburg gab man uns für das vorhaben grünes Licht. Die Prüfingieneure schauten während der Bauphase auch immer wieder in der Werkstatt vorbei. Sowas gibt es ja nicht alle Tage das ein Bremswagen gebaut wird und von daher war man neugierig was und wie das ganze so entsteht. 2 Jahre Bauzeit waren eingeplant. Premiere war für den Saisonstart 2012 in Füchtorf geplant. In dieser Zeit waren die Lichter in der Werkstatt auch sehr oft und länger an als Normal. Das war doch ungewöhnlich und der ein oder andere Besucher fand sich ein um zu gucken was da wohl Tag und Nacht los ist. In der Bildgalerie auf dieser Seite findet man eine Fotoserie zu dem Bau. Anhand der Bilder kann man ungefähr erahnen wie viel Arbeit in so einem Bremswagen steckt. Einen modernen Vorteil machte man sich hierbei zu nutze. Wurde in der Vergangenheit noch jedes Blechteil von Hand gezeichnet und dann mit Gas und Sauerstoff ausgebrannt oder gar geflext ging man mit der Zeit. In etlichen Stunden wurde der Bremswagen komplett HICAD gezeichnet. Somit wurden die ganzen Blechteile fertig in einer Laserbrennanlage millimetergenau zugeschnitten. Das ersparte eine Menge Zeit bei der Fertigung der Teile, ließ aber auch die Baukosten in die Höhe steigen. Da aber alles viel besser zusammen passte und man nur noch verschweißen musste nahm man das in kauf.

Red Shadow TE is born
Red Shadow TE is born

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Karin Scharre-Hendriks

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